Fujifilm X100F - Liebeserklärung an eine Systemkamera

hört sich etwas crazy an – hat man sie einmal in den Händen gehalten, möchte man sie nie wieder hergeben. Ja wir reden von einer Kamera, und zwar von, der Fujifilm X100F.

Schon länger hab ich mit dem Gedanken gespielt mir die X100F ins Haus zu holen. Zunächst liest man Dutzend Foren, Testberichte und schaut sich unzählige Reviews an, um die richtige Entscheidung, kaufen oder nicht kaufen zu fällen. Mein endgültiges Kaufurteil viel erst nach einer, Live, vor Ort Besichtigung im Fachhandel. Tatsächlich wie befürchtet hat mich das kleine süße Baby fast umgehauen. Fuji versteht es schon immer, retromoderne mit Altbewährtem zu kombinieren. So haben die Japaner ganz nach meinem Geschmack voll ins Schwarze getroffen. Über Design und Haptik lässt sich bekanntlich ja immer diskutieren und streiten, am Ende muss die Technik funktionieren und zuverlässig sein – aber diesen schmucken Fotoapparat muss man einfach lieben!

Passend zu meiner Leidenschaft und Bildsprache hab ich mir also die Fuji zugelegt. Mit einem Neupreis von knapp 1200 Euro ist die kleine Süße im etwas höheren Preissegment angesiedelt und ist auch kein Schnäppchen – doch auch hierzu muss ich sagen, dass Geld ist sehr gut angelegt. Na dann konnte es also losgehen, gekauft, ausgepackt, Speicherkarte rein, und „go“ for good pictures! Ganz so einfach, wie es sich anhört, war es die ersten Fotostunden nicht, ist man andere Systeme gewohnt, braucht es schon seine Zeit bis man mit den kleinen Rädchen und Bedienknöpfen zurechtkommt. Denkt man an die Gewichte der Vollformatgeschütze von Nikon oder Canon merkt man die kleine Fuji kaum mehr in der Hand. Die größte Herausforderung war für mich der Sucher. Hier mussten einige Testshootings durchgeführt werden, um klar zukommen. Die fest verbaute Linse mit dem Blendenring direkt am Objektiv ist für mich eines der coolsten und Benutzerfreundlichsten Sachen, die Einstellmöglichkeit vermittelt ein Gefühl an Freiheit und versetzt einen buchstäblich in die Zeit der analogen Fotografie zurück. Nach Belieben ist es jedem frei die Kamera aufzuhübschen. Mit Auslöseknöpfen, Cover aus Leder und sämtlichen Handgriffen kann man sich nach Wunsch und Laune austoben. Auch hier gilt – weniger ist mehr und alles nach Geschmack und Bedürfnis.


Design hin oder her was kann das kleine Ding jetzt denn wirklich

viele benutzen die Kamera rein für ihre Streetfotografie – hier ist sie auf jeden Fall der perfekte Begleiter. Mit einer 35 mm Brennweite, für mich in fast allen Lagen und Situationen die ideale Maßeinheit. Ob Produkte, Peoples, Street und ganz wichtig Reportagen – es macht einfach Spaß und ist genial. Immer öfters zaubert mir die X100F ein Lächeln ins Gesicht - durch das Top Handling und die sehr wertige Verarbeitung auch kein Wunder. Viele werden evtl. ein Schwenkdisplay vermissen – wäre wohl ein gutes zusätzliches Gimmick, persönlich hat es mich noch nie gestört. Gute Tools und Einstellmöglichkeiten hat man beim Display und bequem erreicht man die live View Mode Taste, um auf LCD Display oder Sensor umzuschalten. Beim Durchhaltevermögen der X100F kann ich nichts, schlechtes sagen – jedenfalls halten die Originalakkus sehr lange und mit zwei bis drei Ersatzpacks kann nichts schief gehen. Trotz allem, Vintage–Feeling und Designlobpreisungen, der Bildlook ist entscheiden und etwas ganz Besonderes. Immer wieder als Verwandtschaft der Leicas benannt, schafft es die X100F einen wunderschönen Bildlook mittels, dem CMOS-Sensor APS-C auf die Bildfläche zu holen.

Unglaublich kompakt und klein, man fällt kaum mehr auf mit der X100F!

Fotografieren sie noch analog? Ist das eine alte analoge Kamera? Darf ich sie fragen, um was für eine Kamera es sich handelt? Reaktionen und Auszüge aus meinen Streifzügen mit der X100F – tatsächlich wurde ich schon sehr oft darauf angesprochen, wahrhaftig als Fotograf fällt man nicht mehr so schnell auf – Leute die sich mit der Bildkunst auseinandersetzen erkennen natürlich die Absicht, seine Aufgabe so unbemerkt wie möglich zu erledigen. Ein sehr wichtiges Kaufkriterium

ist und bleibt die Größe der 100er! Es ist unglaublich, praktisch die Kamera überall und jederzeit griffbereit zu haben. Sie passt oft in meine Jackentasche und das Schleppen von großen DSLR's ist bei vielen Situationen und Jobs erst mal Geschichte.

Als Heritage Fotograf, Vintage Fanatiker und Freund altbewährter Anwendungstechniken liebe ich diese Kamera, und behaupte: Ziemlich jeder der sie in der Hand hält, wird in den Bann gezogen und verliebt sich sofort. Die große Datenparade wie Gewicht, Abmessungen, Features, Sensor etc. der Fujifilm X100F dürfte ja bekannt und gute zu finden sein, im heutigen online Überangebot an Warentests. Schließlich handelt es sich bei diesem Blog Beitrag um einen kleinen Erfahrungsbericht und ein bisschen mehr um eine Liebeserklärung. Große Reviewberichte überlasse ich den Profis der Warentest Gemeinde.



Haut rein Leute! Und schaut euch die X100F mal genauer an. Nach all meinem Designlob lässt sich natürlich die Bildqualität durchaus sehen – ist ja nicht ganz unwichtig bei Kameras. Doch eines wird sich nie ändern, egal welches System und welche Kamera man benutzt – die Person hinter der Kamera entscheidet in welche Richtung es gehen soll, egal ob mit 100 Megapixel, 24 Megapixel, 2,5 kg schwerem Koloss oder einem Leichtgewicht mit 450 g. Du drückst den Auslöser!!


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